debian | Emails über die Kommandozeile verschicken

Gerade wenn man viel mit Email-Servern zu tun hat oder aber sei­nen eige­nen Ser­ver auf­setzt, ist es wich­tig zu wis­sen, wie man die­sen tes­ten kann. Natür­lich ist die Kom­man­do­zeile dafür prä­des­ti­niert.

Zuerst muß man wis­sen, mit wel­chem Ser­ver man kom­mu­ni­zie­ren muß, damit Emails an eine Domain ange­nom­men wer­den können

server:~# host gmx.de
gmx.de has address 213.165.65.50
gmx.de mail is handled by 10 mx0.gmx.net.
gmx.de mail is handled by 10 mx1.gmx.net.

Möchte man die­sen Email-Server anfun­ken, dann macht man das mit
telnet mx0.gmx.net 25

Der Ser­ver ant­wor­tet:
Trying 213.165.64.100...
Connected to mx0.gmx.net.
Escape character is '^]'.
220 mx0.gmx.net GMX Mailservices ESMTP {mx023}

Wir stel­len uns vor:
ehlo mail.domain.de

Der Ser­ver ant­wor­tet:
250-mx0.gmx.net GMX Mailservices
250-8BITMIME
250-ENHANCEDSTATUSCODES
250 SIZE

Dar­auf hin fan­gen wir an die Mail zu schrei­ben. Zuerst kommt der Absen­der:
mail from:  absender@domain.de

Der Ser­ver gibt sein ok
250 2.1.0 ok {mx023}

dann der Emp­fän­ger:
rcpt to: irgendwer@gmx.de

wie­der der Ser­ver
250 2.1.5 ok {mx023}

Dann kom­men wir zum eigent­li­chen Text
data

Der Ser­ver wie­der
354 mx0.gmx.net Go ahead {mx023}

wir ver­ge­ben einen Betreff
subject: testmail

anschlie­ßend kommt der eigent­li­che Text
Dies ist eine Testmail

Abschlie­ßend ein ein­zel­ner Punkt gefolgt von einem RETURN zum Abschlie­ßen der Mail
.

Der Ser­ver bestä­tigt die Annahme
250 2.6.0 Message accepted {mx023}

Wir sagen brav Auf Wie­der­se­hen
quit

der Ser­ver ant­wor­tet
221 2.0.0 GMX Mailservices {mx023}

und weg sind wir
Connection closed by foreign host.

Das kann man nicht nur mit frem­den, son­dern natür­lich auch mit dem eige­nen Mail-Server machen. Beson­ders wenn man die­sen gerade frisch auf­setzt, sollte man fol­gen­des probieren:

  1. Ver­bin­dungs­auf­bau von eige­nem DSL-Anschluß zu mailserver.domain.de mit frem­der Email­adresse als Absen­der und gül­ti­gem Emp­fän­ger der eige­nen Domain.
  2. Ver­bin­dungs­auf­bau von eige­nem DSL-Anschluß zu mailserver.domain.de mit frem­der Email­adresse als Absen­der und ungül­ti­gem Emp­fän­ger der eige­nen Domain.
  3. Ver­bin­dungs­auf­bau von eige­nem DSL-Anschluß zu mailserver.domain.de mit frem­der Email­adresse als Absen­der und frem­den Empfänger.
  4. Ver­bin­dungs­auf­bau von eige­nem DSL-Anschluß zu mailserver.domain.de mit eige­ner Email­adresse der Domain als Absen­der und gül­ti­gem Emp­fän­ger der eige­nen Domain.
  5. Ver­bin­dungs­auf­bau vom Ser­ver zu local­host mit obi­gen vier Optionen.

So sollte man alle Vari­an­ten durch­ha­ben, wie Mails ein­ge­lie­fert wer­den könn­ten. Das Ergeb­nis eines jeden Tests sollte man genau unter­su­chen und hin­ter­fra­gen, ob das genau so erwünscht war.

Manch­mal möchte man ent­we­der das Ver­hal­ten prü­fen, wie ein loka­ler Dienst EMails ein­lie­fert. Das wird nicht immer über den SMTP-Dienst des Ser­vers getan son­dern wird direkt in den EMail-Server inji­ziert. Bei post­fix als MTA wird der Pro­zeß pickup dafür genutzt. Am Ein­fachs­ten ist es den Inhalt der Email in ein Text­file mit fol­gen­dem Mus­ter zu schrei­ben.

From: <absender@domain.de>
To: <empfänger@domain.de>

Subject: This is a Postfix Sendmail Test

Die­ses Text­file wird anschlie­ßend mit dem Befehl:
# cat testfile | /usr/sbin/sendmail -t -bm -v
abge­schickt.

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