debian | Paketverwaltung und die Quellen

Über die Paketverwaltung wurde schon viel geschrieben und ich will das auch nicht alle nochmal durchkauen. Aber, da man das nicht jeden Tag anfässt, möchte ich – auch für mich – zusammenfassen, mit welchen Einträgen man die optimale Paketauswahl hat.

Direkt nach der Installation findet man eine recht minimale Version der Quellen in /etc/apt/sources.list

Das Format einer solchen Zeile läßt sich wie folgt zusammenfassen:

deb/deb-src uri distribution [component1] [component2] [...]

Kurz zum Aufbau einer solchen Zeile:

deb bzw. deb-src

Darüber definiert man die Art der Pakete. deb stellt dabei die debian-Pakete im Binärformat dar, deb-src die Pakete mit den Programmquellen, welche selbstständig kompiliert werden können. Wenn man nicht selber aus Quelldateien etwas kompilieren will, kann man alle deb-src Einträge löschen – das spart Platz und beschleunigt die Aktualisierung der zur Verfügung stehende Pakete.

uri

Hier steht die URL des sogenannten Repository,  sprich dem Ort, wo alle Pakete zu finden sind.

distribution

Mit diesem Eintrag definiert man die debian-Version, für die man Pakete haben möchte. Dies geht einmal über den Namen der Version – im obigen Beispiel lenny, oder aber über die Platzhalter stable, testing und unstable.

component

Das ist der interessanteste Teil der Zeile, da hier die Paketsektion definiert ist, die aus lizenzrechtlichen Gründen eingerichtet wurden – die Unterscheidung ist bisher main, contrib und non-free.  Wen die Unterschiede näher interessiert, der sollte hier weiterlesen.

Nun aber zum “Pimpen” der/etc/apt/sources.list:

In meinem Fall fliegen alle deb-src Einträge weg, alle deb Einträge bekommen zu main noch contrib und non-free hinzu. Dann kommen die Backports Einträge hinzu. Was das ist, sagen die Macher perfekt

Backports are recompiled packages from testing (mostly) and unstable (in a few cases only, e.g. security updates), so they will run without new libraries (wherever it is possible) on a stable Debian distribution. I recommend you to pick out single backports which fits your needs, and not to use all backports available here.

Damit sieht die sources.list jetzt so aus

Nachdem man die Backports eingetragen hat, muss man noch die digitalen Signatur für die Backports installieren:

Das Alles kann man natürlich noch verfeinern mit den Quellen von testing und unstable, aber wer da noch nicht soviel drüber weiß, kann Vieles kaputt machen – deswegen lieber “Finger weg”.

Links

http://debiananwenderhandbuch.de/sources.list.html

http://www.debian.org/distrib/packages.de.html

http://www.backports.org/

06. August 2009 von controlc.de
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