bash | Backups mit tar

BashIn einem älte­ren Arti­kel habe ich mich schon mal damit beschäf­tigt, wie man in *nix-basierten Betriebs­sys­te­men leicht Back­ups anle­gen kann. Da der Bedarf bei mir wie­der mal aku­ter wurde, haber ich mich wie­der mal damit beschäf­tigt und möchte hier erklä­ren, wie man was machen kann.

Backup von bestimm­ten Dateien

Häu­fi­ger möchte man, wenn man mal schnell etwas in einer Config-Datei etwas ändert, davon fix ein Backup anle­gen. Klas­sisch habe ich das meist schnell mit

cp DATEI.conf DATEI.conf.orig

gelöst. Was aber pas­siert, wenn man dann spä­ter noch­mal was ändern will respek­tive ein neues Backup ange­legt wer­den soll?! Wie man die­ses Pro­blem erschlägt, habe ich schon mal in die­sem Arti­kel erklärt — das war aber nur ein Schnell­schuß. Das Pro­blem dabei ist näm­lich, das man ja jeweils die alten Back­ups noch­mal mit­si­chert und dadurch die Back­ups immer grö­ßer wer­den. Dies kann man durch einen Exclude-Parameter von tar ausch­lie­ßen. Der Befehl um in einem Ver­zeich­nis alle Dateien zu sichern lau­tet also

tar -cz --no-recursion --exclude=backup-*.tar.gz -f backup-$(date +%F-%H-%M).tar.gz *

Backup von gan­zen Pfa­den inkl. der Unterverzeichnisse

In eini­gen Fäl­len will man nicht nur die Dateien in einem Ver­zeich­nis sichern son­dern lie­ber gleich den Inhalt gesamte Ver­zeich­nis inklu­sive aller Unterverzeichnisse

tar -cz --exclude=backup-*.tar.gz -f backup-$(date +%F-%H-%M).tar.gz .

Backup von Dateien bzw. Pfa­den, die im gesam­ten Sys­tem ver­teilt sind

Und schließ­lich hat man den Fall, das man alle wich­ti­gen Dateien eines Sys­tems sichern will, die aber über das gesamte Sys­tem ver­teilt sind. Dies erreicht man mit einer Include-Datei

tar cvzf /backup-$(date +%F-%T).tar.gz -T /etc/backup-include-dir.conf

wobei man in die Datei /etc/backup-include-dir.conf alle Pfade bzw. alle Dateien rein­schreibt, die gesi­chert wer­den sol­len. Wich­tig ist dabei nur: Pro Datei/Pfad jeweils eine Zeile.

Und denkt daran: Sol­che Befehls­zei­len eig­nen sich wun­der­bar dazu als alias defi­niert zu wer­den, damit man schnell drauf zugrei­fen kann, wenn man es mal braucht.

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