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openwrt | OpenWRT als VM

Wie ich schon geschrie­ben hatte, bin ich ein Fan des OpenWRT-Projektes. Um die Neue­run­gen schnel­ler nut­zen zu kön­nen, wie zum Bei­spiel die Webober­flä­che für OpenVPN, kom­pi­liere ich mir in unre­gel­mä­ßi­gen Abstän­den selbst eine neue Firm­ware um diese auf mei­nen ASUS-Router aus­zu­pro­bie­ren. Ich habe aber lei­der nur den einen Rou­ter und mit dem Flas­hen und anschlie­ßen­dem Neu­kon­fi­gu­rie­ren ist natür­lich auch meine Inter­net­lei­tung tot. Da man Open­WRT nicht nur auf klei­nen Hardware-Routern son­dern z.B. auch auf x86-Plattformen lau­fen las­sen kann, pro­biere ich gerade mal aus was man machen muss um Open­WRT als vir­tu­elle Maschine lau­fen zu lassen.

Zuerst muss man auf der Maschine, die die Firm­ware kom­pi­liert, neben den schon beschrie­ben Vor­aus­set­zun­gen noch die Pro­gramme nach­in­stal­lie­ren, die nach der fer­ti­gen Kom­pi­lie­rung der Pakete diese als fer­ti­ges VM-Image zusam­men­bauen. Es gibt fol­gende Image-Versionen, die gebaut wer­den können:

Soll das fer­tige Image in Vir­tual­Box lau­fen, dann muss fol­gen­des gemacht werden:

Neue Quelle für APT/Aptitude

echo "deb http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian lenny non-free" >> /etc/apt/sources.list

Her­un­ter­la­den des public keys

wget -q http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian/sun_vbox.asc -O- | apt-key add -

Aktua­li­sie­ren der Paketliste

aptitude update

Instal­lie­ren von VirtualBox

aptitude install virtualbox

Aber Ach­tung: Bei einem fri­schen Debian Lenny wur­den 171MB her­un­ter­ge­la­den, da viele zusätz­li­che Pakete benö­tigt wurden.

Soll das spä­tere Image unter VMware lau­fen dann muss Qemu instal­liert werden:

aptitude install qemu

Nun kann mit

make menuconfig

sich wie gewünscht das Firm­ware Image zusammenbauen.

Am Bes­ten arbei­tet man sich von oben nach unten.

Als tar­get sys­tem wählt man x86 aus, sub­tar­get und tar­get pro­file blei­ben auf Gene­ric. Bei tar­get images muss man sich ent­schei­den, wofür man das Image braucht: VMware oder VirtualBox.

Anschlie­ßend müs­sen noch die OpenWRT-Pakete aus­ge­wählt und beim Been­den des Pro­gramms die Kon­fi­gu­ra­tion gespei­chert wer­den. Danach

make

aus­ge­führt. Nach einer lan­gen Zeit liegt im Unter­ver­zeich­nis bin eine Ver­zeich­nis mit dem x86-Image. Die­ses Image kann man sich auf sei­nen Rech­ner kopie­ren. Wie man eine vir­tu­elle Maschine für Open­WRT zu erstellt möchte ich am Bei­spiel von VMware Fusion zeigen.

Mit dem Erstel­len einer neuen VM öffnet sich der Assistent

Mit dem Fort­fah­ren »Ohne Daten­trä­ger« öffnet sich eine Dia­log zur Aus­wahl des gerade kom­pi­lier­ten Images

Als Nächs­tes gibt man das zu instal­lie­rende Betriebs­sys­tem an

Anschlie­ßend kann man die Ein­stel­lun­gen der VM noch anpassen.

RAM

allzu viel RAM braucht Open­WRT nicht und man möchte es ja so reel wie mög­lich machen.

Netz­werk­kar­ten

Hier kommt es auf die Rei­hen­folge an, da Open­WRT die erste Netz­werk­karte als eth0 für LAN und die zweite als eth1 für WAN nimmt.

Je nach Rei­hen­folge sieht die Zuord­nung wie folgt aus:

Meine VM sieht abschlie­ßend so aus

Nun kann man die VM das erste Mal starten.

Nun muss zuerst die Netz­werk­kon­fi­gu­ra­tion vor­ge­nom­men werden:

uci delete network.lan.ipaddr
 
uci delete network.lan.netmask
 
uci set network.lan.proto=dhcp
 
uci commit network

Nun kann man vom Host-Computer aus auf die OpenWRT-VM zugreifen.

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