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mac | Apple Mail gesprächiger machen

Im Normalfall braucht man sich um sein EMail-Programm keinen Gedanken machen – es funktioniert einfach! Aber was ist, wenn man auf Fehler bei der Email-Kommunikation stößt? Was macht man, wenn sich das EMail-Programm nicht mit dem Server verbinden will, man aber einfach nicht herausbekommt, woran es liegt? Die Meisten haben keinen Zugriff auf die LogFiles ihres EMail-Servers und sind somit auf die Gesprächigkeit ihres EMail-Programms angewiesen.

Apple Mail scheint nicht zu der Sorte Email-Programm zu gehören, die es dem Benutzer einfach machen – zumindest nicht auf der Oberfläche. Aber zum Glück gibt es noch die Kommandzeile 🙂

Grob eingestuft kann man entweder Apple Mail von der Kommandzeile aus mit Parametern starten oder aber diese Schalter in den Einstellungsdateien (Preferences) definieren. Einen bespielhafter Aufruf von Apple Mail auf der Kommandzeile könnte so aussehen

Die Erklärung der Parameter erfolgt weiter unten. Die Einträge in der Einstellungsdatei erstellt man entweder mit einem Programm wie PrefEdit oder aber auch schnell auf der Kommandozeile mit dem Befehl defaults. Ein beispielhafter Aufruf wäre für Apple Mail

Und nun zu den einzelnen Einstellungsmöglichkeiten, die ich bei Robert Chien, Apple und MacOSXHints gefunden habe:

LogSocketErrors

Hiermit werden prinzipielle Fehler aufgelistet. Diese Option kann man an- (YES) oder abschalten (NO).

LogActivityOnHost

Mit dieser Einstellung schränkt man das Logging auf die Kommunikation mit einem bestimmten Email-Server ein.

LogActivityOnPort

Mit dieser Einstellung kann man am besten einschränken. Man muss für jedes Protokoll, welches man beobachten möchte, einfach die dazugehörige Portnummer eintragen. Die am meisten genutzen sind

Protokolle und ihre Ports
Protokoll Port
SMTP 25
POP3 110
POP3S 995
IMAP 143
IMAPs 993

Sollen mehrere Ports gleichzeitig überwacht werden, müssen sie einfach in Anführungszeichen und mit Komma getrennt eingegeben werden.

Mit den drei Parametern LogSocketErrors, LogActivityOnHost und LogActivityOnPort sollte man jedem Problem beim Abrufen oder Senden von Emails auf die Schliche kommen – wenn man die LogFiles zu deuten weiß.
Und wo finden sich die LogFiles? Beim Start von Apple Mail über die Kommandzeile gibt man das zu schreibende LogFile inkl. des Pfades mit an, bei den Änderungen in der Einstellungsdatei kann man die zusätzlichen Loggingeinträge in der Datei system.log finden. Dazu einfach das Programm Konsole öffnen.

Aber Achtung: Die LogFiles enthalten viele sensible Daten wie Usernamen, Passwörter und die übertragenen Emails im Klartext und ausserdem wird das LogFile schnell sehr groß.

postfix | Logfile-Analyse leicht gemacht

Wer einen Mail-Server betreibt, sei es dienstlich oder privat, wird bestätigen können, das die Logfile-Analyse ab und an gebraucht wird, viel Zeit kostet und mühsam ist – wenn man nicht fliessend RegExp spricht. Bisher habe ich dazu vi verwendet und mit dem Befehl „/“ das Logfile nach dem Suchbegriff durchwühlt. Durch das Abonnement der Mailing-Liste postfixbuch-users wurde ich auf das perl-Script postrace für postfix von Peter Reich aufmerksam und wollte es Euch nicht vorenthalten.